Belinda Adorable (Gen.2) - Kapitel 17

Die paar Tage Urlaub haben nicht nur Calista und Clemens gutgetan, sondern vor allem Belinda. Denn diese war ab sofort in der Arbeit total gechillt und machte sich keine Sorgen mehr über das was morgen vielleicht kommt. Als sie schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, kam plötzlich ihr Chef zur Tür herein und bot ihr seinen Job an, sie sollte seine Nachfolgerin werden. Er hatte genug von der Finanzwelt und wollte seinen restlichen Lebensabend am Schiff eines Segelbootes verbringen und die Welt bereisen. Eine jüngere Kollegin sollte ihren Platz einnehmen – tja, und Belinda eben den Chefposten übernehmen. So kam es, dass sie die Karrierestufe 10 erreichte und nun alle Challengeziele positiv abschloss. Gratulation!



Zur Feier des Tages wurde die ganze Familie eingeladen, schließlich hatte Belinda lange genug daraufhin gearbeitet und sich die Beförderung redlich verdient. Davon abgesehen hatte die Familie sowieso gerne die Verwandten um sich, vor allem Calista freute sich jedes Mal wenn sie ihre Cousine sah.



„Ich gratuliere dir recht herzlich Schwesterherz. Keiner hat die Beförderung so sehr verdient wie du, so viel und hart wie du gearbeitet hast,.. ich freue mich ja so für dich.“, umarmt Beatrice ihre Schwester und kann sich einen Hauch von Eifersucht, wegen Belindas beruflichen Erfolg, nicht verkneifen.



Nach dem Essen fängt Calista ihre Tante ab und bittet sie auf ein Wort: „Tante Bonnie, ich hätte da eine Frage und die ist mir ziemlich peinlich. Viel zu peinlich um sie mit Mama zu besprechen. Weißt du wir hatten da kürzlich ein Gespräch, über .. na du weißt schon was und naja, am liebsten wäre ich im Erdboden versunken. Wenn ich jetzt mit Mama über das Thema rede, dann fängt sie sich wieder mit den Bienchen und so an – ne, da rede ich lieber mit dir. Du bist in dieser Hinsicht viel cooler hat Colin gesagt.“, redet Calista um den heißen Brei herum und weiß nicht genau wie sie anfangen soll. „Calista, jetzt sag schon – du kannst mir vertrauen, ich werde deiner Mom kein Sterbenswörtchen davon erzählen, versprochen.“, redet Bonnie behutsam auf ihre Nichte ein. „Naja,.. es gibt da so einen Jungen in meiner Klasse der…“, fängt Calista an zu erzählen.



Die Sonne steht schon hoch am Himmelszelt, Belinda ist in der Arbeit und waltet ihres neuen Amtes als Chefin. Calista sowie Clemens sind in der Schule und Lonio, .. tja, der delegiert die Gäste ihr Geschirr selber abzuwaschen XD. Wo kämen wir denn da auch hin, wenn die armen Kellner die Teller auch noch vom Tisch abservieren und dann noch reinigen müssten. Jorah fügt sich seinem Schicksal und ist auch noch so nett für diese Dreistigkeit 4 Sterne herzugeben – das lobe ich mir ^^.



Was ich jedoch nicht so toll finde, ist der kleine Flirt zwischen Lonio und seiner Empfangsdame.



Als die Beiden dann auch noch Händchen halten und Calista dies zufällig beobachtet – brennt Feuer am Dach. Schockiert ruft Calista ihre Mom an, die auch rasch alles stehen und liegen lässt und direkt vom Büro ins Restaurant fährt um ihren Ehemann zurechtzuweisen.



„Lonio, geht´s dir noch gut – was flirtest du mit dieser Sima? Du bist verheiratet, schlägt jetzt die Midlifecrisis zu und du willst dir was beweisen oder was soll das?“, ertappt Belinda ihren Lonio beim Fremdflirten und stellt ihn zur Rede. „Ehh…, hy Schatz“, versucht der erschrockene Lonio seine Gemahlin zu besänftigen.



„Was heißt da HY SCHATZ? Wie wäre es mit einer Entschuldigung oder zumindest einer Erklärung was das soll?“, kontert Belinda ihm aufbrausend.



„Naja, sie hat angefangen und ich bin ja auch nur ein Mann, schließlich ist sie so jung und du naja, schon alt und faltig.“, versucht es Lonio mit der Ehrlichkeit und ist sich erst im Nachhinein bewusst, dass er den Satz vielleicht etwas anders hätte formulieren sollen. Doch bevor er seine Aussage revidieren kann, klatscht ihm Belinda eine Ohrfeige und zieht beleidigt von dannen.



Nachdem sich Belinda den ganzen restlichen Abend die Augen aus den Kopf geweint hat und schließlich komplett ausgelaugt zu Bett gehen wollte, verspürte sie plötzlich einen stechenden Schmerz im Herzen und ging zu Boden.



Wenig später erschien der Sensenmann und tippte seinen neuen Auftrag ins Tablet. Ob er wohl als Todesursache „gebrochenes Herz“ eingab?



„Mama, Mama … nein Mama! Bitte verlasse mich nicht, Mama .. neeeinnnnn!“, schreit Calista und bricht in Tränen aus. Sie kann es nicht fassen, es darf einfach nicht möglich sein. Sie hätte ihre Mom nicht anrufen sollen, dann hätte sie sich nicht so sehr wegen Lonio aufgeregt und dann wäre sie jetzt vielleicht noch am Leben. „Es ist alles meine Schuld.“, schluchzt Calista und weiß nicht mehr ein noch aus.