Calista Adorable (Gen.3) - Kapitel 7




Calista konnte es nicht fassen, wie sie von der Verlobung ihres Bruders erfuhr. Wie konnte er ihr das nur antun? Der Schmerz saß schließlich noch tief in ihr, über den Verlust ihres Mannes und er zeigte ihr, mit der bevorstehenden Heirat und dem Familienzuwachs, nur noch mehr auf – welch trauriges Schicksal sie ereilt hatte. Okay, sie hatte sich mit diesem Ivar getröstet – aber dennoch war sie tief im Herzen erschüttert. Aus diesem Grund, beschloss sie erneut eine große Runde spazieren zu gehen und über sich und ihr Leben im Klaren zu werden.



Dabei kam sie „ganz zufällig“ bei einem bekannten Haus vorbei und ließ es sich nicht nehmen, erneut an dessen Haustür zu klopfen. „Hy Calista, na hast du dich wieder verlaufen?“, neckte Noah sie kokett.  „Mehr oder weniger, mein Unterbewusstsein hat mich wohl zu dir geführt. Ich weiß nicht, ich bin gerade einfach total verwirrt – in meinem Leben geht aktuell so viel schief. Ich dachte mir einfach, dass ich hier draußen einen klaren Kopf bekomme und nun ja, jetzt bin ich hier. Ich hoffe ich störe dich nicht bei irgendwas?“, antwortete Calista verlegen und versuchte sich irgendwie zu entschuldigen.



Doch Noah störte die Anwesenheit von Calista überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Er setzte einen frischen Tee auf und wies Calista an, sich ganz wie zu Hause zu fühlen. Diese nahm ihn gleich beim Wort und nahm die Staffelei in Beschlag, schließlich war eine dermaßen schöne Landschaft es wert, gemalt zu werden.



Es dauerte nicht lange und Calistas Aufmerksamkeit wurde von der Staffelei auf die Nachbarn gelenkt. Denn einer von ihnen war so nett, einen (scheußlichen) Obstkuchen zu backen, um diesen freudestrahlend an sie zu übergeben. Ich schätze mal, ihm ist der Obstkuchen runtergefallen oder er hat verdorbene Früchte genommen und dachte sich „vor ich ihn wegschmeiße – vergifte ich lieber meine Nachbarn damit“, wer weiß XD.



Zu dem attraktiven Blonden gesellten sich relativ schnell auch andere Nachbarn, die wohl auf dem Weg zu einer Kostümparty waren. Sie faselten irgendwas von Los Muertos, Totenköpfe oder so, Calista dachte sich einfach nur ihren Teil – sie hatte genug eigene Problemen, da brauchte sie sich nicht auch noch um das Seelenwohl von anderen sorgen.



So schnell die Nachbarn gekommen waren, so schnell waren sie (zum Glück) auch wieder verschwunden und Calista konnte sich wieder um ihr Gemälde kümmern. Noah hingegen angelte eine Runde, er als Naturbursche liebte diesen Sport und war umso glücklicher, da sein Haus direkt an einem Angelplatz lag.



Diese Idylle, inmitten der Natur – komplette Ruhe und Eins mit den Elementen war einfach ein Traum. Noah konnte sich nicht vorstellen woanders zu wohnen und auch Calista fühlte sich immer mehr heimisch,..



..so kam es, dass Calista gar nicht mehr daran dachte, nach Hause zu ihrer Familie, insbesondere ihrer Tochter Deliah, zurückzukehren. Sie blieb einfach bei Noah, gab ihrer Familie nicht einmal Bescheid wo sie war. Sie hatte nur mehr Augen für diesen Mann, es gab nur mehr sie und ihn.



Noah sah das ebenfalls so und deshalb kniete er sich wenig später vor Calista und streckte ihr einen Verlobungsring entgegen.



Calista fasste sich ans Herz und konnte es kaum glauben, sie schnappte überglücklich nach Luft, nahm den Antrag an und schmiss sich voller Glückseligkeit in Noah´s Arme.



Die Tage vergingen, beide führten eine harmonische Beziehung. Noah las entweder ein Buch, angelte oder versuchte sich am Schreiben. Calista genoss die Harmonie und malte, in dieser inspirierenden Umgebung, ein Meisterwerk nach dem anderen.



„Mein Schatz, was hältst du davon, wenn wir Beide heute noch zu den Klippen fahren und uns dort das JA -Wort geben? Es wird sicher super romantisch und ein unvergesslicher Moment.“, schlug Noah überzeugt vor.



Gesagt getan, als langsam aber doch die Sonne hinter dem Horizont verschwand, machten sich die Beiden auf dem Weg. Zuerst verbrachten sie ein paar romantische Minuten vorm Lagerfeuer,..



um sich dann wenig später unter dem Hochzeitsbogen tief in die Augen zu sehen..



..und ihr „lebenslanges“ Versprechen mit einem innigen Kuss zu besiegeln.