Emma Adorable (Gen.5) - Kapitel 3



Wer hätte gedacht, dass der große Vladislaus – dem eine Statue zu seinen Ehren errichtet wurde und eine ganze Arme von Vampiren erschaffen hat, ein kleines Geheimnis ins sich trägt. Nämlich, dass er und seine geliebte Frau keine Vampirkinder zeugen können. Zu groß wäre der Spott und Hohn in der Vampirwelt und so stahlen sie eines Tages die kleine Emma und gaben diese als ihr Fleisch und Blut aus.



Auch wenn Emma vielleicht keine Erinnerung mehr an ihre leiblichen Eltern hatte und sie Vlad und Lilith als Vater und Mutter ansah, so war sie dennoch alles andere als glücklich bei den Beiden. Wahrscheinlich wusste sie im Unterbewusstsein, dass sie hier nicht hergehörte und war deshalb tag ein, tag aus so betrübt und in sich gekehrt.



Vielleicht war es aber auch das Abschotten von der Außenwelt, schließlich hatten Lilith und Vlad riesige Panik, dass ihr kleiner Betrug auffliegt. Eines Abends fassten sich Lilith und ihr Mann dann ein (nicht vorhandenes) Herz und entschlossen sich, Emma doch mit anderen Vampiren bekannt zu machen, schließlich braucht ein kleines Mädchen auch Freunde zum glücklich sein.



So besuchten sie die neu hinzugezogenen Nachbarn und hießen sie sogleich in der Stadt willkommen. Die Familie hatte zwei Kinder in Emma´s Alter und eine Freundschaft war somit quasi vorprogrammiert, denn wer möchte nicht in exklusiven Vampirkreisen verkehren – schließlich handelt es sich um die Tochter vom großen Vlad den Obervampir? Blöd nur, dass Emma vor lauter Freude, andere Gleichaltrige zu treffen, nebenbei erwähnte „dass sie es gar nicht versteht, warum keiner untertags auf der Straße ist, schließlich ist es so schön draußen, wenn die Sonne scheint“. Lilith schreitet sofort ein und fährt die kleine Emma an, was sie sich doch immer für dumme Phantasiegeschichten einfallen lässt und sie ihr schon hundertmal gesagt hat, endlich mit dem Lügen aufzuhören.



Daheim angekommen, schicken sie Emma ins Zimmer um über ihr Verhalten nachzudenken. Lilith und ihr Mann halten derweilen eine Krisensitzung ab, haben die Neuankömmlinge ihre Lüge durschaut, die Ausrede gefressen – oder vielleicht einen Verdacht, dass mit Emma etwas „nicht ganz stimmt“?



Emma hockt derweilen auf ihrem Bett und kämpft mit den Tränen, vor lauter Übereifer hatte sie ihr großes Geheimnis verraten und das auch noch vor anderen Leuten. Sie wusste nur zu genau, dass ihre Eltern ihr strikt untersagt haben, untertags ins Freie zu gehen und das sie dies dennoch tat, durften sie „eigentlich“ nie erfahren. Nun war aber leider die Katze aus dem Sack, ob sie wohl je wieder die Sonne sehen darf?



Nein – sie hatte einen strikten Hausarrest von Vlad und Lilith bekommen, die Haustüre wurde von den Beiden versperrt und lediglich sie hatten den Schlüssel dafür. So verbrachte die kleine Emma ihre freien Stunden mit Spielen, Lernen und Musizieren bzw. Singen.



Lilith hingegen genoss ihre Freiheit und saugte einen Sim nach dem Anderen aus, hier haben wir z.B. wieder Dominik – der sich wohl wirklich mit der Familie anlegen will, da er so beharrlich immer wieder kommt.