Emma Adorable (Gen.5) - Kapitel 9



Eigentlich hatte Emma vor, sich ein paar Tage, in ihrem selbstgeschaffenen Verlies zu verstecken, doch lange hielt sie es in dem engen, dunklen Keller nicht aus. Kaum hatte sich die Sonne verabschiedet, kam die Sima an die Oberfläche und fuhr in die Stadt San Myshuno – da sich angeblich dort auch ein paar von ihrer Spezies herumtreiben. Blöd nur, dass sie genau eine Vampirin traf, die sie eigentlich auf gar keinen Fall treffen wollte. Lilith hatte anscheinend ebenfalls einen Kurztrip in die Stadt geplant und begrüßte ihre (Zieh)Tochter freudig.



Ihre Mom oder was auch immer diese Person für sie war, wollte Emma aber ganz und gar nicht sprechen, schließlich hatten sie und Vlad ihr das angetan. „Komm schon Emma, bist du noch immer eingeschnappt, weil dich Vlad verwandelt hat?“, versucht Lillith die Sache zu verharmlosen. Ja das war sie, sogar mehr als eingeschnappt – „komplett erschüttert“ würden die Gefühle, von Emma, wohl besser beschreiben.



Sie ließ die Vampirin links liegen und ging in die Karaokebar, kaum war sie darin, stieg ihr wieder dieser liebliche Duft nach frischem Blut in die Nase. Der altbekannte „Schalter“ wurde in ihrem Hirn wieder umgelegt und das Dürsten nach Plasma vernebelte ihren Verstand. Sie konnte sich gar nicht dagegen wehren, da hatte sie den armen Sim schon hypnotisiert und sich seiner bedient. Als der Akt vorbei war, stand sie einfach nur schockiert, vor dem am Boden liegenden Körper, schlug ihre Hände vors Gesicht und machte sich flugs aus dem Staub.



In ihrem vorübergehenden zu Hause angekommen, stand ein ihr komplett fremder Sim im Raum – der keinerlei Anstalten machte zu gehen, auch nicht als ihm Emma sagte, dass sie sich nicht beherrschen kann und er in höchster Gefahr ist. Der Sim blieb, .. vielleicht auch weil er diese Aussage fälschlicherweise als „Aufforderung zum Techteln“ ansah, wer weiß.



Kaum hatte Emma den Störenfried vertrieben, da kamen schon zwei andere Sims die Stiege herunter. Es handelte sich dabei um Leandra Lovely und Emma´s Cousin (von dem sie aktuell noch nichts wusste).



So nahm Emma auch hier reißaus und begab sich wieder auf die dunklen Straßen von Willow Creek, auf der sie, zu Lola Lovely´s Leidweisen, leider eine sehr verlockend duftende Sima traf,…



und auch diese um ein paar Tropfen Blut erleichterte.



Als langsam aber doch der Morgen graute, schlürfte Emma, voll Schuldgefühle, zurück zu ihrem Versteck, in der Hoffnung, dass dieses nun endlich nicht mehr besetzt ist und sie sich ins Bett legen kann um ein paar Stunden zu schlafen. Dabei hat sie aber nicht mit der hartnäckigen Margherita gerechnet ..



.. denn diese dachte gar nicht daran, wegen diesem kleinen „Unfall“, ihre liebgewonnene Freundin aufzugeben. So nahm sie Emma zur Seite und versuchte sie davon zu überzeugen, wieder nach Hause zu kommen. „Wir finden eine Lösung Kindchen, wahrscheinlich hast du dir einen Virus eingefangen oder hast einen schlechten Cocktail getrunken. Wir werden das Problem gemeinsam meistern, .. du wirst sehen – Alles wird wieder gut.“, versucht es Margherita mit allen Mitteln.



„Nichts wird wieder gut, du verstehst es nicht – ich bin nun ein Monster, eine Abartigkeit der Natur. Ich bin gefährlich und habe mich und meine Taten nicht mehr unter Kontrolle. Du musst verschwinden Margherita, so lange du noch kannst.“, fuchtelt Emma theatralisch mit dem Armen herum und versucht ihre Freundin zu vertreiben.