Emma Adorable (Gen.5) - Kapitel 18



Der nächste Morgen begann voller Tatendrang, denn das Haus war über und über zugemüllt. Entweder wohnten hier einmal richtige Nessis, Mietnomaden oder das Haus beherbergte Junkies, die sich um nichts Gedanken machten, als sich den nächsten Schuss zu setzen. Aber vielleicht war es auch nur eine alte Katzenlady, die sich keine Haushaltskraft leisten konnte und deren müden Knochen schmerzten und so das Haus immer mehr verkam. Jedenfalls sammelte Emma Raum für Raum den Dreck ein und hatte dabei sogar noch ein Lächeln auf den Lippen – ihr erstes, eigenes Haus.



Die Terrasse sah nur mäßig besser aus, überall war Unkraut und Müll, der in der Sonne vor sich hin stank. Aber Emma musste aufpassen, denn allzu lange durfte sie sich nicht im Freien aufhalten, schließlich hatte sie aus dem Vortag gelernt, um ein Haar hätte sie als Schmorhühnchen ihr jähes Ende gefunden.



Aus diesem Grund brachte sie lieber die einzelnen Räume in Schuss und fand sogar bei dem ein oder anderen Schrotthaufen, Material das sie später verkaufen oder zumindest im Haushalt verwenden konnte.



Natürlich durfte auch eine kreative Pause nicht fehlen, Emma war nur froh – dass sie ihre Gitarre mitgenommen hat, denn mit ihrem mickrigen Budget hätte sie sich so schnell keine neue leisten können.



Als nächste Amtshandlung ging es in die Küche, wo ein riesiges Loch auf Emma wartete. Die Bausubstanz war wirklich unter aller ***- was war denn hier passiert? Ich tippe mal auf Hurrikan, Riesenspecht oder Abrissbirne, denn das Loch war gigantisch.



Doch Emma fackelte nicht lange, fuhr zum nächsten Baumarkt und besorgte sich Rigipsplatten die sie sorgfältig zum Flicken des Hauses verwendete. Nun sind zumindest einmal die Löcher zu und das Gesindel bleibt draußen – mein weiß ja wirklich nicht, was hier alles gehaust hat oder vielleicht noch immer haust.



Ein paar Tage später sieht ihre kleine Absteige gar nicht mehr so versifft und schmuddelig aus, ganz im Gegenteil – langsam fühlt sich Emma richtig wohl und ist mächtig stolz darauf, was sie innerhalb nur einer Woche geschafft hat.



Sogar das Wohnzimmer erstrahlt in einem ganz anderen Licht. Die abgewohnte, altmodische Couch ist einer neuen, modernen gewichen und der kleine Röhrenfernseher wurde gegen einen Flachbildschirm ausgetauscht. Die Kohle durch den Verkauf der herumliegenden Metallteile und des Unkrauts (ja auch das konnte ich zu Geld machen ^^) hat sogar für ein Keyboard gereicht. Tja, alles Schlechte hat eben auch etwas Gutes 😊.