Emma Adorable (Gen.5) - Kapitel 21



Seit der Aussprache vor ein paar Tagen, bei der auch ihre Schwester Edith zugegen war, verstanden sich die Beiden wieder halbwegs. Emma nahm ihrer Schwester, das rabiate Verhalten, nur bedingt krumm. Denn sie verstand, dass es für die junge Sima ein herber Schock gewesen sein muss, zu erfahren, dass sie eine große Schwester hatte und ihr diese nun das Erbe strittig macht. Emma konnte wohl nicht nachvollziehen, wie einem das Geld wichtiger sein konnte als die Familie, aber da sie sowieso nicht so viel Wert auf Materielles legte, war ihr das Geld egal – Hauptsache zwischen ihr und Edith war die Stimmung wieder in Ordnung.



Bei ihrem Spaziergang durch ihre Heimatstadt Oasis Springs, traf sie auch ihren kleinen Cousin Emil, der währenddessen zu einem Teen herangewachsen war. „Hey Emil, wie geht’s? Was führt dich denn mitten unter der Woche, nach Oasis Springs - müsstest du nicht in der Schule sein?“, fragt Emma neugierig und erntet nur einen skeptischen Blick von ihrem Verwandten. „Das geht dich gar Nichts an, du bist nicht meine Mutter.“, blufft dieser nur zurück – tja, Teens .. immer top gelaunt ^^.



Aber Emma lässt sich von dem charmanten Schulschwänzer nicht die Laune verderben, sie hat heute noch Großes vor, denn neben dem Betteln nach Trinkgeld für ihre Gitarrenkünste am Stadtplatz..



.. stattet sie auch ihrem Ziehvater einen Besuch ab, denn ein Vögelchen hat ihr gezwitschert, dass er, der „große Valdislaus“ weiß, wie man den Vampirismus heilen kann. Natürlich verrät er das Geheimnis nicht freiwillig, aber Emma kennt Mittel und Wege Vlad die Antwort herauszulocken. Denn schließlich sollte doch sicher nicht herauskommen, dass Vlad und Lilith keine Kinder zeugen können und daher damals ein Menschenkind entführt hatten, um dies anschließend ebenfalls in einen Vampir zu verwandeln – sodass die Dynastie fortbesteht.



Tja, Emma kam schließlich mit der Erpressung zum Ziel und Vlad verriet der Simine, dass im tiefen Wald, die Antwort auf ihre Frage, versteckt ist – sie sollte nur dem Licht folgen, der Gargolye ist des Rätsels Lösung.



Etwas verwirrt, über die kryptische Angabe von Vlad, machte sich Emma also auf dem Weg und fand nur nach wenigen Schritten – im Schein von etlichen Kerzen, besagte Skulptur. Am Sockel des angsteinflößenden Fabelwesens stand folgendes geschrieben „bist du es leid ein Kind der Nacht zu sein, so trinke einen bestimmten Wein. Eisenhut, Knoblauch und Plasmafrucht musst du mixen, so kannst du im Nu dein tristes Dasein weg tricksen.“ Okay, der der das geschrieben hat, war wohl kein Mann von vielen Worten und ein Poet anscheinend auch nicht, aber Emma verstand was damit gemeint war und machte sich auf dem Weg nach Hause.



Sie konnte sich schon denken was mit dem grottenschlechten Gedicht gemeint war, sie sollte die drei Zutaten zu einem Trank zusammen mixen und dieses dann trinken, dann sollte die Sache mit dem Vampirismus, gegessen sein. Apropos essen – Emma hatte gehörigen Kohldampf, solange ihre „Zutaten“ noch im Garten vor sich hinwachsen, so lange muss sie noch mit dem altbekannten Plasmabeutel vorliebnehmen.



Am Abend hatte sie aber etwas ganze Anderes vor, als den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen – sie hatte sich mit dem süßen Zyprian zum Karaoke singen verabredet. Er hatte der jungen Sima total den Kopf verdreht und so war es auch nicht verwunderlich, dass Emma ihn unbedingt wiedersehen wollte.



Wie man sieht, empfindet auch Zyprian etwas für die fesche Brünette – ist das der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte?