Amanda Adorable (Gen.1) - Kapitel 3

In dieser Woche ging alles Schlag auf Schlag, ich sag euch was – aber nun mal zum Anfang. Nachdem ich wieder daheim in Willow Creek war, mit allerhand neuen Kräutern und Pilzen im Gepäck, setzte ich diese als erste daheim im Garten an und ging dann eine Runde in meiner Nachbarschaft spazieren. Als mir plötzlich ein großer, mysteriöser Baum ins Auge stach der kurz davor war zu verdorren – so nahm ich meine Gießkanne und goss die arme Pflanze.

Auf einmal schob sich ein Stück von der Rinde nach hinten und ein Durchgang war zu sehen, natürlich konnte ich nicht anders als hinein zu linsen. Eine knorrige Treppe führte hinab, meine Neugierde hatte mich gepackt und so trat ich mit vorsichtigen Schritten diese hinunter.

Wenig später fand ich mich an einem geheimen Ort wieder, der nur so von Schönheit und Eleganz strotzte. Hier unten war eine ganz besondere Atmosphäre – so friedlich und geborgen, es war fast so als befände ich mich in einem schönen Traum, das diffuse Lichte, das leichte Plätschern und die kleinen Feen die herum flogen – einfach traumhaft.

Als wäre das alles nicht schon genug, gab es sogar einen Wasserfall der einen kleinen Regenbogen zu Tage beförderte.

Natürlich musste ich auch hier meine Angel auswerfen, vielleicht gab es ja ganz spezielle Fische oder sogar einen Schatz – man weiß ja nie. Leider zog ich aber nur die gewöhnlichen Fische aus dem Wasser, wie auch daheim in Willow Creek.

Am nächsten Tag kümmerte ich mich ausgiebig um meinen Garten und war so damit beschäftigt, dass ich erst am Abend fertig war und meiner Freizeit frönen konnte. Ich zupfte also meine Haare zurecht, legte ein dezentes Make-up auf und fuhr zur Disco um wieder mal die Sau rauszulassen. Am Eingang traf ich diesen schnuckeligen Typen Namens „Edward Knight(von Blütenhonig) der mich ganz ungeniert begrüßte und meinte, dass heute Pärchen-Night im Club sei und jedes Pärchen den halben Eintritt zahlen muss und ein Freigetränk bekommt – da er alleine da war ersuchte er mich seine Freundin zu spielen, sodass auch wir in den Genuss der Vergünstigungen kommen.

Anfangs war ich wohl etwas perplex, aber schon kurz darauf konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden, sein Mädl zu spielen und so gingen wir Hand in Hand zur Tür herein und bekamen unsere Goodies. Wenig später zog ich meinen vermeintlichen Freund auf die Tanzfläche und zog alle Register bei meinen Moves, um den schnuckeligen Typen von mir zu überzeugen. Dieser jedoch hob nur abwehrend die Hände und versuchte sich vor meinen wilden Bewegungen in Sicherheit zu bringen, zu groß war das Risiko, dass ich ihn k.o. schlug – ich bin halt eine ganze Wilde.

Den restlichen Abend unterhielten wir uns recht gut und schließlich tauschten wir die Handynummern aus. Ich war gerade mal aus den Federn, da läutet mein Handy und Edward meldete sich an der anderen Leitung. Er wollte mich unbedingt wieder sehen und so machten wir ein Date für den nächsten Abend, im neu eröffneten, mittelalterlichen Schloss aus.
Wir hatten ein romantisches Picknick im Schlossgarten ..

..und kamen uns immer näher,..

..und näher – bis wir uns plötzlich in den Armen lagen und innig küssten.

Noch nie in meinem Leben hatte ich so ein überwältigendes Gefühl erlebt, es war als hätte ich meinen Seelenverwandten gefunden, als wäre mein Leben vor diesem Sim sinnlos gewesen und ich habe erst durch ihn meine wahre Bestimmung entdeckt. Wir blieben noch lange im Burggarten und mir graute vor dem Gedanken, dass ich wieder alleine in meine Wohnung zurück musste – ohne ihn.

Wir trafen uns seither jeden Tag, wir redeten über Gott und die Welt und uns kamen jedes mal die Tränen als wir uns wieder voneinander verabschieden mussten. Denn eines teilten wir seither nicht – das Bett, dh. jeder schlief daheim in seinem eigenen Bettchen. Manche nannten mich vielleicht prüde oder altmodisch, aber ich glaubte fest an die unbefleckte Ehe, ich wollte jungfräulich vor den Alter schreiten. So kam es, dass sich Edward wenig später vor mir auf die Knie warf und mir ein Prachtexemplar von einem Ring unter die Nase hielt. Ob er nun endlich mit mir schlafen wollte und daher so aufs Gas trat oder ob er wirklich der Meinung war, dass es schon an der Zeit zum Heiraten war, weiß ich nicht ..

.. ich weiß nur, dass ich JA sagte und ihn mit voller Euphorie in die Arme sprang.

Da wir natürlich gleich in der Hochzeitsnacht vor hatten kleine Sims zu zeugen, mussten wir Wohl oder Übel in ein größeres Haus ziehen – das praktischerweise gerade mal ein Steinwurf von meinem alten Haus entfernt war. So musste wir die alten Möbeln nicht weit schleppen und waren relativ schnell mit dem Umzug fertig. Ich konnte es kaum glauben, innerhalb kürzester Zeit hatte ich meinen Seelenverwandten gefunden, bin verlobt, habe ein großes Haus und stehe kurz vor meinem ersten Mal – das Leben kann ja so überwältigend sein.